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Du, zumal in der Freude

Du, zumal in der Freude

Fühlst du dich allem vereint.

Freude, die aus dir wächst,

Hinein in das Wachsen der Dinge.

Nicht dass die Blüten dir

Freude, die ihre, dir schenkten.

Du bist der Grund, dem ihre

Freude staunend entspringt

Du Quell, der zu Blüten aufsteigt.

 

Sommer hast du und Herbst auch,

Mondlicht am Rande der Nacht.

Nicht stürzt die Schönheit dir

Von draußen ins Herz, ins verzückte;

Du gibst den Glanz, das Glück

Hin an die Wolkengebirge,

Gibst an die Welt den Reichtum,

Deinen Leerheitsgewinn.

Du selbst gibst das Glück, sonst ist keins.

 

(2000)

Auch dieses Gedicht lebt von der Erfahrung einer Shûnyatâ, aus der – als der deinen – mit den Dingen der Welt auch ihre Schönheit hervorgeht, die wortlose Freude, da zu sein. Und mit dem Leerheitsgewinn ist eben dies gemeint, dass das Eintauchen in und Eins-werden mit einer – vermeintlich realen – Shûnyatâ das Erleben einer Freude auslöst, die alles in der Welt mit einem beglückenden Glanz überzieht.