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Aufbruch hast du

Aufbruch hast du

Jeden Tag neu,

Als wär’ es ins Unbekannte –

Und ist doch lang’ schon vertraut,

Das Wunschland der Freude.

 

Hinterrücks

Geht sie dich an,

Geht wie ein Wind, der

Riesige Segel spannt,

Wolkenweiß, wolkenhoch.

Und – sie verwandelt dich

Wie zu Wellen aus Licht,

Darin die Stunden steh‘n,

Unverloren, Regina,

Einstigen Glücks –

Damals, waren wir uns

Ihrer gehörig bewusst?

 

Jetzt in der Freude

Leben sie auf,

Endlich sind sie sie ganz,

Leben die Toten auch,

Deine wie meine,

Glücklich vielleicht,

Glücklicher gar,

Als sie’s, da sie noch waren,

Jemals staunend verspürt –

Freude aus reinem Licht,

Du auch, anderes sonst,

Anderes bist du nicht.

 

(Für R. K. – 2001)