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Wie einen Schatz

Wie einen Schatz

Trägst du den ‚Großen Tod‘

Tief in der Wölbung des Leibes,

Kein letales Geschwür,

Dein Elixier zum Leben.

Jederzeit, so er will,

Unverseh’n überkommt er dich,

Wölbt sich über dir auf,

Dass er dich ganz besitzt.

Manchmal schickt er herauf

Nur ein Erbeben des Leibes,

Manchmal die Glut, die dich

Flammend verzehrt.

 

Kostbares Gut,

Hegst du und hütest ihn,

Hältst ihn in tätigen Ehren –

Unerschöpflichen Quell,

Zauber, der dich verwandelt.

All dein Glück – du verdankst

Ihm, dass du einen ‚Hans im Glück‘

Dich zu nennen vermagst.

Wie dich die Freudenflut

Mit sich reißt, so bist du

Willens, dich allem zu schenken,

Soll es doch leuchten, soll

Jubeln wie du.

 

(2000)