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Manchmal legt sich die Leere des Weltraums

Manchmal legt sich die Leere des Weltraums

Dir als eisernes Band

Kalt und tödlich ums Herz

Stößt dir den Atem zurück

In die umklammerte Brust.

Das ist dein leibhaftes Ich,

Ausgesetzt

Jeder Verletzung,

Dem die Angst vorm Erlöschen

Jäh sich einschreibt in Hirn und Entsetzen,

Messerscharf –

Und du erstarrst.

 

Bist du jedoch

Eingeübt,

Schmerzlich tief, in das Sterben des Geistes,

Bis du auch noch den Schmerz ganz

Hinter dir hast – sieh:

Ohne dich

Hast du die Leere des Alls

Als deinen eigenen Leib,

Gibt es die Kälte nicht mehr,

Die dich sonst so erschreckt:

Freude aufglüht und strömt,

Dass aus dir noch die Sonnen entspringen.

 

(2004)