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Dein Leib die Nacht

 Dein Leib die Nacht,

Aus der die Sterne kreisen,

Ein jeder Stern wie hier.

Dein Leib der Atem, der

Den Sonnen ihren Gluthauch leiht,

Er hauchlos, sie verbrennen sich.

 

In solchen Leib

Versunken, was sonst Denken,

Was Streben, Hoffen war.

Aus solchem Leib, weil du

Dich fügsam überlässt, ergeht

Dein Leben dir, das mehr als deins.

 

(1995)

Dein Leib die Nacht, / Aus der die Sterne kreisen – Metapher für die Shûnyatâ, die hier als der eigene Leib erfahren wird, aus dem die Sterne, stellvertretend für alles neue Entstehende, zumal für jede zukünftige Welt, hervorgehen. Und diese Shûnyatâ erscheint auch unter der zweiten Metapher, dem hauchlosen Atem, der den ihr entsprungenen Sonnen den Gluthauch ihrer Kernfusionen verleiht, ihr Wasserstoff-, Helium-, Kohlenstoff-Brennen etc

Dietrich Roloff

ZEN - "Der Duft Hunderter von Blumen"

Das Shinjinmei des Seng-can / Sôsan und die ‚Lehrreden‘ des Hong-zhi Zheng-jue / Wanshi Shôgaku

19,95 €

Verlag: Books on Demand

ISBN-13: 978-3749461790

(erhältlich auch als E-Book)