· 

Nicht das ist es nur

 Nicht das ist es nur,

Dass dir, so glücksgesättigt,

Sterben ein Leichtes ist –

Nein, eine Seligkeit,

Nie gekostet zuvor,

Tritt jäh dir ins Herz:

Einzugeh’n,

Du, ins lautlose Singen

Ungeborener Welten,

Lautlos, leiblos auch du:

Nicht zu sein – wie

Unauslotbar

Dieses Geheimnis!

 

Nicht Überdruss lockt,

Der zu verlöschen schmackhaft

Machte, als Leidensflucht –

Das gilt schon längst nicht mehr!

Auch Erschrecken ist keins,

Kein Aufschrei der Angst,

So als wär‘

Nicht zu sein dir ein Fremdes,

Drohung bitt’rer als Schmerz – Nein,

Dieses Nicht-Sein, das du

In dir hütest –

Glück verbürgt es,

Tod-überdauernd.

 

(1998)

Einzugehen in die - innerlich erfahrene - Shûnyatâ bedeutet für das ekstatische Subjekt zugleicn auch, einzugehen in das Nichts oder Nicht-Sein, aus dem wie die vergangenen, so auch die zukünftigen Welten hrvorgehen, deren Entstehen es gleichsam vorwegnimmt und dabei als lautloses Singen erlebt.