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Wald, der im Weiher sich spiegelt

 Wald, der im Weiher sich spiegelt,

Und darunter ist nichts,

Welt aus Fläche und hat nicht

Tiefe, Bestand, kein

Gott, der sie hält in

Ewigen Händen,

Gegen den Absturz schützt.

Du aber heimisch noch drüben,

Leere Seite der Welt,

Heimisch auch hier im Verschwinden,

Sich-Bewahren ist keins.

 

Tage verrinnen, wie Sand rinnt

Durch die Finger der Zeit,

Deine Stunden sind randlos,

Flüchtig wie andre

Zwar, doch von dorther

Stille-erfüllt und

Regloser Augenblick,

Wo auch kein Grund mehr, kein Jenseits

Hier die Welt unterfängt,

Wo, hinterm Rücken des Spiegels,

Nichts den Himmel umarmt.

 

(2003)

Dietrich Roloff

ZEN - "Der Duft Hunderter von Blumen"

Das Shinjinmei des Seng-can / Sôsan und die ‚Lehrreden‘ des Hong-zhi Zheng-jue / Wanshi Shôgaku

19,95 €

Verlag: Books on Demand

ISBN-13: 978-3749461790

(erhältlich auch als E-Book)