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Es ist eine Güte

 Es ist eine Güte,

Herkunft, benennbarer, bar:

Wie eine Hand leicht

Über die Dinge geht –

Silberner Schimmer Glück,

Legt sich den Welten auf,

Windzarter Hauch eines Streichelns,

Das sättigt und stillt,

Was alles, wenn je denn,

Ruhelos war.

Berührung, wie nicht gescheh’n –

Leibestief trifft dich das Glück

Jäh-frohen Erstaunens,

Und ist doch immer schon da,

Und lautlos.

 

Es ist eine Güte,

Und keine so gründlich

An Segen wie diese,

Diese aus keinem Ort

Und niemandes Wirken.

Noch dem Vergänglichsten

Verwehrt sie den Schmerz

Des Abschieds.

Keine Schatten geduldet

Irgend im Aufblüh’n der ‚Soheit‘.

Dinge, Ihr wisst es auch wortlos:

‚So, wie es ist, ist es gut‘

Oh, this eternal

Happiness, here amidst life,

And perfect! 

 

(1994)

Die Erfahrung von Shûnyatâ legt einen silbernen Schimmer von Glück über die Dinge, eines Glücks hier in Leben und Welt, das darin wurzelt, in der ‚Soheit‘ – ‚So, wie es ist, ist es gut‘ – für immer geborgen zu sein. – Im Glossar des Ausstellungskatalogs Wisdom and Compassion. The Sacred Art of Tibet, herausgegeben von Marylin M. Rhie und Robert A.F. Thurman, Harry N. Abrams Inc. Publishers, New York, 1991, findet sich folgende Definition des Begriffs Nirvana: ‘The Buddhist summum bonum, a state of perfect and eternal happiness that can be attained by human beings in becoming Buddhas. Some forms of Buddhism tend to present it as a transcendent place beyond the world. Mahâyâna Buddhism critiques that idea and advances the concept of unlocated nirvana, meaning that nirvana is a transcendence of suffering through wisdom, not requiring any change of place, achievable in the midst of life.'

Dietrich Roloff

ZEN - "Der Duft Hunderter von Blumen"

Das Shinjinmei des Seng-can / Sôsan und die ‚Lehrreden‘ des Hong-zhi Zheng-jue / Wanshi Shôgaku

19,95 €

Verlag: Books on Demand

ISBN-13: 978-3749461790

(erhältlich auch als E-Book)