Auf dieser Seite erscheinen in halbwegs regelmäßiger Abfolge Gedichte, die alle der mittleren Etappe auf dem Lebensweg eines ZEN-Gängers angehören, während derer, einem alten chinesischen CHAN-Wort zufolge, „die Berge keine Berge und die Flüsse keine Flüsse mehr sind“. Alle Gedichte entstammen den Jahren 1992 bis 2008; und seither ist, mit dem Beginn der dritten Etappe, da „die Berge wieder Berge und die Flüsse wieder Flüsse sind“, kein weiteres Gedicht mehr entstanden. Man könnte auch sagen: Die Stimme, die da spricht, ist eine Stimme der Entrückung, einer vorübergehenden Entrückung obendrein. Eine solche Aussage hat einen ernüchternden Beigeschmack, und doch wirkt das, was sich da mehr oder weniger unwillkürlich ins Wort gedrängt hat, bis in die Gegenwart der dritten Etappe hinein.

 

So formlos diese Gedichte daherkommen, so streng strukturiert ist ihre rhythmische Gestalt: Soweit sie nicht dem uns vertrauten jambischen Versmaß mit seiner Abfolge von unbetonten und betonten Silben unterliegen, ist ihre Wirkung, wenn laut gelesen oder gesprochen, wesentlich von ihren wechselnden Rhythmen bestimmt.

 

Ein Index, der sämtliche Gedichtanfänge in alphabetischer Reihenfolge aufführt, erleichert das Wiederauffinden eines bestimmten Gedichts; er erfüllt so die Funktion eines Archivs.

 

Ein Blog ergänzt die Seite 'Gedichte' um Eintragungen aus jüngerer und jüngster Zeit, die deutliche Spuren der dritten Etappe des Zen-Weges zeigen.